Einleitung
Am 14. Oktober 2025 endet die offizielle Unterstützung für Windows 10. Ab diesem Zeitpunkt liefert Microsoft keine Sicherheits‑ oder Qualitäts‑Updates mehr. Damit steigt das Risiko für Malware und Systemfehler; eine frühzeitige Planung ist deshalb wichtig.
Support‑Ende & Extended Security Updates (ESU)
Bis zum End‑of‑Support wird Windows 10 regulär aktualisiert. Microsoft bietet anschließend ein kostenpflichtiges Extended‑Security‑Updates‑Programm: Privatanwender erhalten Sicherheits‑Patches bis zum 13. Oktober 2026, Organisationen können die Laufzeit auf drei Jahre verlängern. ESU liefert ausschließlich sicherheitsrelevante Updates – keine neuen Funktionen und keinen technischen Support. Voraussetzung ist Windows 10 Version 22H2 sowie eine ESU‑Lizenz.
Grafikkarten‑Treiber und Hardware‑Support
Nvidia verlängert die Game‑Ready‑Treiber für RTX‑Grafikkarten unter Windows 10 bis Oktober 2026. Für die älteren Maxwell‑, Pascal‑ und Volta‑Serien erscheint 2025 ein letzter großer Treiber; danach gibt es bis Oktober 2028 nur noch quartalsweise Sicherheits‑Updates. Wer Windows 10 länger nutzt, sollte seine Hardware entsprechend prüfen oder auf Windows 11‑kompatible Komponenten umrüsten.
Aufrüsten oder Wechseln? Hardware‑Überlegungen
Vor dem Wechsel lohnt ein Blick auf die Hardware. Viele Rechner vor 2018 erfüllen die Anforderungen von Windows 11 nicht (TPM 2.0, moderner Prozessor, ausreichend RAM). Ein Aufrüsten mit SSD, Arbeitsspeicher oder einer neuen Grafikkarte kann sinnvoll sein. Preisvergleiche über Händler wie Mindfactory, ComputerUniverse oder Portale wie Geizhals helfen dabei, passende Angebote zu finden. Alternativ steht der Kauf eines aktuellen PCs mit Windows 11 an.
Linux‑Distributionen als Alternative
Moderne Linux‑Systeme bieten eine stabile, sichere Plattform ohne Lizenzkosten. Einige Beispiele:
- Linux Mint: Funktioniert „out of the box“ und kommt mit allen wichtigen Anwendungen. Es legt großen Wert auf einfache Bedienung und Datenschutz.
- MX Linux: Basiert auf Debian, verfügt über eigene „MX Tools“ und unterstützt Live‑USB‑Snapshots. Die Xfce‑Version ist schnell und ressourcenschonend.
- Zorin OS: Bietet eine vertraute Oberfläche, die wie Windows oder macOS aussehen kann. Das System läuft auch auf älteren PCs flott und unterstützt Windows‑Apps.
- CachyOS: Arch‑basiertes System mit stark optimiertem Kernel. Dank BORE‑Scheduler und Auswahl verschiedener Desktop‑Umgebungen liefert es hohe Performance.
Fazit & Empfehlung
Das Support‑Ende von Windows 10 rückt näher. Anwender sollten jetzt entscheiden, ob sie auf Windows 11 umsteigen, das ESU‑Programm nutzen oder auf Linux wechseln. Wer bei Windows bleibt, sollte die Hardware prüfen, Backups anlegen und rechtzeitig ESU‑Lizenzen erwerben. Für ältere PCs bietet ein Linux‑System wie Mint, MX, Zorin OS oder CachyOS eine moderne, sichere und kostenlose Alternative. Nutzen Sie die verbleibende Zeit bis Oktober 2025, um den für Sie passenden Weg zu wählen und einen sicheren Übergang zu gewährleisten.